Dienstag, 18. April 2017

Rezension: The sun is also a star

Autorin: Nicola Yoon
Verlag: Dressler
Einzelband
Seitenanzahl: 400

ISBN-13: 978-3791500324

Preis: 19,99€



Inhalt:


Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.

 "Carl Sagan hat gesagt: Wenn wir uns in den Kopf setzten sollten, einen Apfelkuchen von Grund auf selbst zu machen, müssen wir erst das Universum erfinden."  (aus: "The sun is also a star" von Nicola Yoon/ © Dressler Verlag)

(1. Satz, Seite 9, Prolog)  


Meine Meinung:

Dieses Buch ist etwas Besonderes. Die Geschichte um Natasha und Daniel ist einzigartig und besonders. Denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie glaubt nur an die Wissenschaft, er ist der hoffnungsloser Romantiker und ihre verschiedenen Meinungen führten zu interessanten Unterhaltungen. Auch, dass das Thema Migration eine große Bedeutung hat, ist sehr gut vermittelt worden und hat mir echt gefallen.
Doch auch in der "Aufmachung" ist The sun is also a star besonders. Die Geschichte wir abwechselnd aus Natasha und Daniels Sicht  erzählt, es gibt jedoch zusätzlich Geschichten, in denen etwas erklärt wird. Beispielsweise wurde in einem Kapitel das Mutiversum beziehungsweise die Quantenmechanik. Ein einem "extra" Geschichte, die zum Buch gehört wird dies dann kurz erläutert und am Ende nochmals auf die Personen der Geschichte eingegangen. Klingt kompliziert als es eigentlich ist und hat mir gut gefallen, war mal etwas anderes. Es gab auch solche "Erklärungs-"Kapitel für Nebencharaktere, die für die Geschichte und deren Verlauf eine gewisse Rollen spielten. Zudem waren die Kapitel kurz, sodass ich immer weitergelesen habe, weil "Ein Kapitel geht noch" (wer kennt‘s?) 
Den Schreibstil der Autorin mochte ich total gerne, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hätte, wäre es nicht schon spätnachts und ich todmüde gewesen. 
Außerdem finden sich viele schöne Zitate. Beispielweise eins meiner Liebsten:
"Wir reden uns ein, dass Dinge aus einem bestimmten Grund geschehen, aber wir erzählen und selbst nur Märchen. Wir erfinden diese Geschichten. Sie bedeuten gar nichts." (aus: "The sun is also a star" von Nicola Yoon/ © Dressler Verlag)

(Seite 236, Daniels Sicht)  

Und ich finde, wenn ein Buch so viele schöne Zitate und Stellen besitzt, dann spricht das für sich und das ganze Buch. Am liebsten würde ich alle Zitate heraus schreiben (und das würden viele sein.) 
Ich muss zugeben, dass ich anfangs skeptisch war, weil sich die beiden nur einen Tag lang kennen und dann schon von Liebe geredet wird, doch Nicola Yoon bringt das alles mit so einer Leichtigkeit und Verständlichkeit rüber zubringen, sodass ich weder genervt, gelangweilt oder das typische "Liebe auf den ersten Blick"-Klischee erfüllt war. Wozu auch dieses Zitat perfekt passt: 
"Es gibt einen japanischen Ausdruck, den ich mag: koi no yokan. Er bedeutet nicht "Liebe auf den ersten Blick", sondern eher "Liebe auf den zweiten Blick". Du lernst jemanden kennen und hast das sichere Gefühl, dass du dich in ihn verlieben wirst. Vielleicht liebst du ihn nicht vom ersten Moment an, aber es ist unausweichlich, dass du ihn lieben wirst." (aus: "The sun is also a star" von Nicola Yoon/ © Dressler Verlag)

(Seite 96, Daniels Sicht)  
Denn es war eher Liebe auf den zweiten Blick.

Auch, dass der Titel des Buches vorkam und man eine Ahnung erlangt hat, wieso das Buch so heißt, wie es heißt, gefällt mir gut. Zumal ich mich gefragt habe, wie man denn darauf kommt.
Das Ende war gleichzeitig traurig und schön und hat mich sprachlos zurückgelassen.


Fazit: 


Eine ganz besondere Geschichte, die mich erreicht und mein Herz berührt hat.




5/5 Sterne 
★★★★★



Vielen Dank an die Verlagsgruppe Oetinger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar! 
Dies hat meine Meinung und Bewertung keinesfalls beeinträchtigt oder geändert.