Sonntag, 1. April 2018

Rezension: Die schwarze Zauberin

Autorin: Laurie Forest
Seitenanzahl: 592
Teil einer Reihe: 1/?

ISBN-13: 978-3959671699
Preis:  18,00 €






Inhalt:

Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardnerier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.



 "Es ist so schön im Wald."  

(1. Satz, Seite 9, Prolog)  


Meine Meinung:

Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich relativ gut klargekommen, später sogar noch besser. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leider sehr schwer, denn zu Beginn waren es einfach zu viele Informationen auf einmal. Man ist regelrecht gegen eine Wand von Informationen gelaufen. Wären die Informationen gefiltert und nicht alle direkt auf einmal auf mich niedergeprasselt, wäre mir der Einstieg definitiv leichter gefallen. 
Aber dranbleiben lohnt sich: "Die schwarze Zauberin" ist ein echt gutes Buch. Die Idee dahinter gefällt mir äußerst gut und mit den verfeindeten Gruppen ergeben sich Konflikte, die gut und tiefgehend ausgearbeitet sind.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Elloren erzählt, die unter dem Schicksal leidet, genau wie ihre Großmutter auszusehen. Dafür wird sie geliebt und gehasst ... aber vor allem steht sie unter großem Druck. 
Im Laufe des Buches macht Elloren eine wichtige Charakterveränderung durch. Besonders wichtig war dabei, dass sie endlich anfing die Dinge allmählich zu hinterfragen und ernst zu nehmen. Zu realisieren, dass nicht alles so ist, wie sie sich vorstellt. 

Im späteren Verlauf nehmen die Anzahl an brandneuen Infos ab und man betrachtet sie nun endlich gefiltert, deswegen bin ich damit dann auch super gut zurecht gekommen.
Wenn man den schwierigen Anfang hinter sich gebracht hat, dann kann man so richtig in diese tolle Geschichte starten. An den Anfang schließt sich ein interessanter, spannender und flüssiger Teil an, der zum Lesen anlockt. 


In die Irre führend finde ich aber den Titel. Denn im gesamten Buch war nie die Rede einer "schwarzen Zauberin", sondern immer von einer "schwarzen Hexe". Auch der englische Originaltitel (The Black Witch) lässt sich mit "Hexe" und nicht mit "Zauberin" übersetzten. Schade.

Das - offene - Ende hat mir gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Zumal auch einige Fragen offengeblieben sind, die ich unbedingt am liebsten auf der Stelle beantwortet haben möchte.

Und nicht zu vergessen: Eine Karte! Hach, wie ich Karten in Büchern liebe - und ich muss sagen, diese war nicht nur schön, sondern auch hilfreich.






Fazit: 

Anfangs zu viele Informationen, die sich dann aber im Laufe gelegt haben. "Die schwarze Zauberin" ist ein interessanter, spannender und gelungener Auftakt, auf dessen zweiten Teil ich mich schon freue.



4/5 Sterne 
★★



Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar! 
Dies hat meine Meinung und Bewertung keinesfalls beeinträchtigt oder geändert.